Das Formel-E-Rennen in der Enge verursachte bei der Wohnbevölkerung und den Gewerbetreibenden wochenlang unzumutbare Einschränkungen und Immissionen, die in keinem Verhältnis zum Nutzen einer solchen Veranstaltung stehen.

Die Unterzeichnenden fordern deshalb den Stadtrat auf, weitere Durchführungen des Rennens in der Enge und generell in Wohngebieten der Stadt Zürich nicht mehr zu genehmigen.

Der Stadtrat von Zürich hat am 4. September 2018, seinen Entscheid über eine Austragung des Formel-E-Rennens 2019 in Zürich kommuniziert. Es wird bis auf Weiteres kein Formel-E-Rennen in Zürich mehr geben. Ein grossartiger Erfolg für die Organisator/innen der Petition gegen ein weiteres Formel-E-Rennen in der Stadt.

Aktuell

Trotz Beteuerung des Formel-E-OK’s aus den Fehlern von Zürich gelernt zu haben, läuft’s in Bern aktuell doch ziemlich GLEICH wie bei uns in Zürich ab.

Folgende Sätze aus der Berner Zeitung kommen uns doch alle sehr bekannt vor:

- „klammheimliches Vorgehen zur möglichst späten Information der Quartierbevölkerung"
- das Formel-E-OK schafft unumstössliche Tatsachen
- zwei Parteien lancieren (schon jetzt!) eine Petition gegen das Formel-E-Rennen in Bern
- Widerstand aus der Quartierbevölkerung formiert sich bereits jetzt schon - mehr als ein halbes Jahr vor dem Formel-E-Rennen

Hier einige Ausschnitte aus der BZ (pdf):
15.10.2018 - Formel E: Widerstand aus dem Quartier
15.10.2018 - Formel E spaltet die Stadtberner SP
15.10.2018 - Formel E: Die Fehler von Zürich sollen sich in Bern nicht wiederholen
24.10.2018 - Formel E: Quartierorganisation kritisiert Stadtregierung

Das Komitee „Kein weiteres Formel-E-Rennen mehr in der Stadt Zürich.“ hat der Stadträtin Karin Rykart über 3000 Unterschriften überreichen und nachsenden können. Diese haben das ihre dazu beigetragen, dass ein allfälliges weiteres Rennen wohl nicht mehr in unserem Quartier ausgetragen würde.

Gerne möchten wir uns an dieser Stelle bei euch allen für die vielen Unterschriften und die grosse Unterstützung für das Sammeln der Unterschriften ganz herzlich bedanken!

* 3’115 Unterschriften (plus eine unbekannte Anzahl entwendeter Unterschriften aus dem Petitionsbriefkasten)

Begründungen:

Begründungen:

  1. Die fast zweimonatige Auf- und Abbauphase für das Formel-E-Rennen und die damit verbundenen Verkehrsbehinderungen, Staus, Umleitungen, Lärmimmissionen und Nachtarbeiten stehen in absolut keinem Verhältnis zum eintägigen Event.
  2. Das Platzangebot des öffentlichen Raums in der Stadt Zürich ist schlichtweg zu klein und nicht geeignet für einen Grossanlass wie das Formel-E-Rennen. Der öffentliche Raum stösst auch ohne dieses Autorennen oft an seine Kapazitätsgrenzen.
  3. Der vom Veranstalter angepriesene ökologische Aspekt des Formel-E-Rennens wird durch die massiven Auf- und Abbauarbeiten der für das Autorennen erforderlichen riesigen Infrastruktur mehr als zunichte gemacht.
  4. Zürich ist der einzige Austragungsort in Europa, wo ganze bewohnte Strassenviertel durch das Autorennen umrundet werden und während des Rennens vollständig abgesperrt sind.
  5. Der Entscheid des Stadtrats für diesen Grossanlass fand praktisch unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.
  6. Der Stadtrat entschied sich im Rekordtempo von nur 3 Monaten für diesen Grossanlass, ohne die Bevölkerung in diesen Entscheidungsprozess miteinzubeziehen. Der ganze Event wurde vom Stadtrat im Eilverfahren „durchgewunken‟. Ein politischer Diskurs bzw. ein demokratischer Entscheidungsprozess pro oder kontra Autorennen in der Stadt Zürich fand nie statt.
  7. Die Umstände des Entscheidungsprozesses des Stadtrats für das Formel-E-Rennen sind nicht nachvollziehbar und müssen nun aufgearbeitet werden, bevor der Entscheid für ein mögliches weiteres Rennen in Zukunft gefällt wird.
  8. Der Stadtrat gewichtet das Bedürfnis der Veranstalter (und Sponsoren) anscheinend höher als das der betroffenen Bevölkerung, was einen bitteren Nachgeschmack hinterlässt.
  9. Wir verlangen einen fairen Meinungsbildungsprozess, in den Betroffene miteinbezogen werden.
  10. Übrigens: Infolge Widerstand in der Bevölkerung wurden die Formel-E-Rennen in Berlin, London, Brüssel und Hamburg NICHT in den Stadtzentren durchgeführt oder gar nicht genehmigt.

Zürich, Juni 2018